"Run" hiess in dieser App immer schon der abgesteckte Abschnitt eines Events, auf dem gefahren und gestoppt wird — also das, was im Rennsport Stage heisst. "Run" ist daneben der einzelne Durchgang eines Fahrers, und genau der steht hier als `times`. Zwei Bedeutungen fuer ein Wort, an einer Stelle, an der beide vorkommen. Die Migration benennt um statt neu anzulegen: Collection und Feld behalten ihre IDs, PocketBase benennt Tabelle und Spalte um, die Daten bleiben stehen. Gesucht wird ueber die Collection-ID und nicht ueber den Namen, damit sie auch auf einer frischen Datenbank durchlaeuft, deren Snapshot die Collection bereits `stages` nennt. Im Frontend wandert `times.run` zu `times.stage`, der Store heisst stages.svelte.ts, und aus /events/[id]/runs/[runId] wird /events/[id]/stages/[stageId]. Nicht umbenannt: `running`, `allRunning` und RunningTimesToast. Das sind laufende Zeiten und keine Stages — dieselben Buchstaben, andere Sache. Und die Artikel: Der Run war maskulin, die Stage ist feminin. Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com> Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01P32KoesVtABd6xWsqMKzhr |
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|---|---|---|
| .. | ||
| pb_hooks | ||
| pb_migrations | ||
| .env.example | ||
| .gitignore | ||
| docker-compose.yaml | ||
| Dockerfile | ||
| entrypoint.sh | ||
| README.md | ||
stammtisch-hersbruck.de — Backend (PocketBase)
PocketBase-Instanz für Events, Läufe, Fahrer, Zeiten und Teams.
Lokal starten
.env aus der Vorlage anlegen (die .env selbst steht in .gitignore):
cp .env.example .env
und die Werte eintragen — .env.example beschreibt jede Variable. Dann:
docker compose up -d --build
Admin-UI: http://127.0.0.1:8090/_/ — Login mit SUPERUSER_EMAIL/SUPERUSER_PASSWORD.
Damit das Frontend gegen diese Instanz läuft, in ../frontend/.env
PUBLIC_PB_URL=http://127.0.0.1:8090 setzen.
Schema
Das Schema liegt als versionierte Migration in pb_migrations/ und wird beim
Start automatisch angewendet. Es enthält die sechs fachlichen Collections
users, teams, events, stages, riders, times.
1754400000_init_schema.js ist ein Snapshot der produktiven Instanz. Er wurde
per GET /api/collections abgezogen und ruft importCollections mit
deleteMissing = false auf — die Migration legt an und aktualisiert, löscht
aber nichts, was nicht im Snapshot steht.
Schema-Änderungen aus dem Admin-UI holen
pb_migrations/ wird nicht in den Container gemountet — die Migrationen
kommen über COPY ins Image (siehe Dockerfile). Das ist Absicht: Ein
Bind-Mount überdeckt das Image-Verzeichnis, und auf einem Deployment-Host ohne
ausgechecktes Repo legt Docker dort ein leeres Verzeichnis an. PocketBase
findet dann keine Migration und startet mit einer Datenbank ohne Collections.
Die Kehrseite: Eine im Admin-UI erzeugte Migration liegt zunächst nur im Container und muss von Hand herausgeholt werden:
# Welche Dateien sind dazugekommen?
docker compose exec pocketbase ls /pb/pb_migrations
# Die neue Datei ins Repo kopieren und committen
docker compose cp pocketbase:/pb/pb_migrations/<datei> ./pb_migrations/
Ohne diesen Schritt ist die Änderung beim nächsten --build verloren.
Ein frisch gestarteter Container hat damit dasselbe Schema wie die produktive Instanz — aber keine Daten.
Regeln: der Login-Vorspann ist Pflicht
Jede Regel, die @request.auth.id erwähnt, beginnt mit
@request.auth.id != "" && (…). Das ist kein Stilmittel, sondern schließt ein
Loch:
Eine leere Relation ist in PocketBase gleich dem leeren @request.auth.id
einer anonymen Anfrage. team.admins.id ?= @request.auth.id ist damit für
jedes Team ohne Admins wahr — und ohne Admins ist jedes frisch angelegte
Team. Dasselbe gilt für jede optionale Relation: created_by, stewards,
rider.user.
Nachgewiesen an einer lokalen Instanz mit dem Schema aus diesem Repo: Ein
POST auf /api/collections/riders/records ohne jeden Token legte den
Fahrer an. Betroffen waren nach demselben Muster teams (update), riders,
trails, trail_versions, trail_flags, trail_markers, trail_comments,
event_series und event_participants.
1754501700_rules_require_login.js setzt den Vorspann vor jede betroffene
Regel. Er kann nichts erlauben, was vorher verboten war — er nimmt nur die
anonyme Anfrage heraus, die keine dieser Regeln je erfüllen sollte. Gelesen
werden die Regeln aus der Datenbank, eine Handänderung aus dem Admin-UI wird
also abgesichert und nicht überschrieben.
Nach dem Deploy einmal gegenprüfen — das muss scheitern:
curl -X POST https://api.stammtisch-hersbruck.de/api/collections/riders/records \
-H 'Content-Type: application/json' \
-d '{"team":"<TEAM_ID>","name":"Test"}'
Wer eine neue Regel schreibt, setzt den Vorspann mit. Sonst reißt dasselbe Loch an der nächsten Stelle wieder auf.
1754501300 scheitert auf einer frischen Datenbank
Bekannt und nicht behoben: Bei docker compose up --build mit leerem
pb_data legt der Snapshot 1754400000 die Collection riders bereits ohne
das Feld event an. 1754501300_event_participants.js sucht danach mit
findRecordsByFilter('riders', 'event != "") und bricht mit
unknown field "event" ab — PocketBase startet dann gar nicht.
Auf der produktiven Instanz tritt das nicht auf, dort gibt es das Feld noch. Angefasst wurde die Migration deshalb nicht; wer lokal von Null startet, braucht diese eine Zeile:
const existing = riders.fields.getByName('event')
? app.findRecordsByFilter('riders', 'event != ""', '', 0, 0)
: []
Hooks (pb_hooks/)
Serverseitiges JavaScript, das PocketBase beim Start lädt (--hooksDir). Wie
pb_migrations/ kommt das Verzeichnis per COPY ins Image — eine Änderung
wirkt also erst nach docker compose up -d --build.
Bisher liegt dort ein Anliegen: die öffentlichen Routen der Einladungslinks.
| Datei | Zweck |
|---|---|
team_invites.pb.js |
GET /api/team-invites/{token}, POST …/accept, POST …/join |
team_invites_lib.js |
Gemeinsame Helfer der drei Routen |
Warum überhaupt ein Hook? Wer über einen Link beitritt, ist noch nicht
angemeldet und muss drei Dinge auf einmal tun, die keine Collection-Regel
einzeln erlauben darf: ein Konto anlegen, sich in teams.users eintragen und
einen Fahrer anlegen. Ein Hook arbeitet an den Regeln vorbei und kann genau
diese Kombination erlauben — gegen einen gültigen Token und sonst nicht.
Zwei Fallstricke, an denen die erste Fassung scheiterte:
- Jeder Route-Handler läuft in einer eigenen JS-Laufzeit. Funktionen, die
in derselben Datei neben
routerAddstehen, sind im Handler nicht sichtbar (ReferenceError). Gemeinsamer Code gehört deshalb in ein Modul, das der Handler sich perrequire(`${__hooks}/…`)selbst holt. - Was
record.get()bei einer Mehrfach-Relation liefert, ist ein Go-Slice und kein JS-Array —indexOfund Konsorten sind darauf nicht verlässlich. Anhängen geht über den Modifierrecord.set('users+', id), Prüfen über einen Filter.
Datenpersistenz
Sämtliche Laufzeitdaten liegen in der SQLite-DB unter /pb/pb_data: Datensätze,
Uploads, die SMTP-Einstellungen und der Superuser. Ohne gemountetes Volume auf
diesem Pfad sind sie nach jedem Redeploy verloren.
Das Volume-Mapping ./pb_data:/pb/pb_data steht in der docker-compose.yaml,
damit die Persistenz-Konfiguration versioniert im Repo liegt.
Trügerisches Signal: Die Collections kommen aus der Migration und sind nach einem Redeploy auch dann da, wenn gar kein Volume existiert. Sie taugen nicht als Nachweis funktionierender Persistenz — das zeigt nur ein Datensatz, der in keiner Migration steht.
Mount prüfen:
docker inspect <container> --format '{{json .Mounts}}' | jq
Erscheint dort kein Eintrag mit "Destination": "/pb/pb_data", fehlt die Persistenz.
pb_data/ steht in .gitignore und gehört dort auch hin.
Superuser-Verhalten
entrypoint.sh ruft superuser create auf — bewusst nicht upsert.
Existiert der Account bereits, scheitert create mit „Value must be unique" und
das Passwort bleibt unangetastet. Eine im Admin-UI vorgenommene
Passwortänderung überlebt damit jeden Redeploy.
| Situation | Verhalten |
|---|---|
| Erster Start, Variablen gesetzt | Superuser wird angelegt |
| Neustart, Account existiert | „Superuser existiert bereits — Passwort bleibt unverändert" |
| Passwort im UI geändert, dann Neustart | UI-Passwort gilt weiter, Env wird ignoriert |
| Variablen nicht gesetzt | Übersprungen, PocketBase gibt Installer-Link im Log aus |
| Passwort zu kurz (< 8 Zeichen) | Container bricht mit Exitcode 1 ab |
Passwort später ändern: im Admin-UI, nicht über die Env — eine Änderung der Env-Variable hat keine Wirkung mehr, sobald der Account existiert.
PocketBase aktualisieren
Die Version ist über das Build-Arg PB_VERSION gepinnt (Dockerfile und
docker-compose.yaml). Wert hochsetzen, committen, neu bauen.
Ein latest gibt es bewusst nicht: Der GitHub-Asset heißt
pocketbase_<version>_linux_amd64.zip, enthält die Version also im Dateinamen.
Der Pin ist auch gewollt — sonst zieht jeder Rebuild unangekündigt eine neue
Version, inklusive möglicher DB-Schema-Migrationen.
Vor einem Update: Changelog prüfen
(https://github.com/pocketbase/pocketbase/releases) und pb_data sichern —
PocketBase migriert die DB beim Start automatisch, ein Downgrade ist danach
nicht mehr ohne Weiteres möglich.