Eine Stage laesst sich nicht wiederholen. Zwei Dinge durften deshalb nicht so bleiben, wie sie waren. Erstens die Uhr. Zeiten entstehen auf den Geraeten an der Strecke — nur so laesst sich im Funkloch ueberhaupt stoppen. Damit steckte aber der Versatz zweier Telefonuhren in jeder Dauer, bei der einer am Start und ein anderer im Ziel drueckt. Jedes Geraet gleicht sich jetzt gegen den Server ab (Cristian: t0 merken, Serverzeit holen, t1 merken, Versatz = T + RTT/2 - t1), sieben Proben, Median ueber die schnellste Haelfte. Der Versatz liegt im localStorage und wird auf jeden Zeitstempel gerechnet. Dafuer eine eigene Route /api/clock in den Hooks: Der Date-Header jeder gewoehnlichen Antwort hat nach RFC 9110 Sekundenaufloesung, allein daraus folgte ein Fehler von bis zu einer halben Sekunde — auf einer Stage der Unterschied zwischen Platz eins und Platz drei. Zweitens das Netz. Scheitert die Uebertragung eines Starts oder Stopps an einem Funkloch, wandert er in einen Ausgang im localStorage statt in einen Fehler und geht raus, sobald wieder Empfang da ist. Die massgebliche Zeit ist die des Druckens, nicht die der Uebertragung. Ein Stopp kann dabei auf einen Start warten, der selbst noch aussteht. Unterschieden wird streng zwischen Funkloch und Absage: Eine abgelehnte Anfrage — fehlende Rechte, ungueltige Daten — wird gemeldet und nicht aufgefangen, sonst sammelte der Ausgang stumm Eintraege, die auch beim naechsten Versuch scheitern. Die Leiste der laufenden Zeiten zeigt nicht uebertragene Zeiten ganz oben und erscheint dafuer auch dann, wenn gerade nichts laeuft. Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com> Claude-Session: https://claude.ai/code/session_01P32KoesVtABd6xWsqMKzhr |
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|---|---|---|
| .. | ||
| pb_hooks | ||
| pb_migrations | ||
| .env.example | ||
| .gitignore | ||
| docker-compose.yaml | ||
| Dockerfile | ||
| entrypoint.sh | ||
| README.md | ||
stammtisch-hersbruck.de — Backend (PocketBase)
PocketBase-Instanz für Events, Läufe, Fahrer, Zeiten und Teams.
Lokal starten
.env aus der Vorlage anlegen (die .env selbst steht in .gitignore):
cp .env.example .env
und die Werte eintragen — .env.example beschreibt jede Variable. Dann:
docker compose up -d --build
Admin-UI: http://127.0.0.1:8090/_/ — Login mit SUPERUSER_EMAIL/SUPERUSER_PASSWORD.
Damit das Frontend gegen diese Instanz läuft, in ../frontend/.env
PUBLIC_PB_URL=http://127.0.0.1:8090 setzen.
Schema
Das Schema liegt als versionierte Migration in pb_migrations/ und wird beim
Start automatisch angewendet. Es enthält die sechs fachlichen Collections
users, teams, events, stages, riders, times.
1754400000_init_schema.js ist ein Snapshot der produktiven Instanz. Er wurde
per GET /api/collections abgezogen und ruft importCollections mit
deleteMissing = false auf — die Migration legt an und aktualisiert, löscht
aber nichts, was nicht im Snapshot steht.
Schema-Änderungen aus dem Admin-UI holen
pb_migrations/ wird nicht in den Container gemountet — die Migrationen
kommen über COPY ins Image (siehe Dockerfile). Das ist Absicht: Ein
Bind-Mount überdeckt das Image-Verzeichnis, und auf einem Deployment-Host ohne
ausgechecktes Repo legt Docker dort ein leeres Verzeichnis an. PocketBase
findet dann keine Migration und startet mit einer Datenbank ohne Collections.
Die Kehrseite: Eine im Admin-UI erzeugte Migration liegt zunächst nur im Container und muss von Hand herausgeholt werden:
# Welche Dateien sind dazugekommen?
docker compose exec pocketbase ls /pb/pb_migrations
# Die neue Datei ins Repo kopieren und committen
docker compose cp pocketbase:/pb/pb_migrations/<datei> ./pb_migrations/
Ohne diesen Schritt ist die Änderung beim nächsten --build verloren.
Ein frisch gestarteter Container hat damit dasselbe Schema wie die produktive Instanz — aber keine Daten.
Regeln: der Login-Vorspann ist Pflicht
Jede Regel, die @request.auth.id erwähnt, beginnt mit
@request.auth.id != "" && (…). Das ist kein Stilmittel, sondern schließt ein
Loch:
Eine leere Relation ist in PocketBase gleich dem leeren @request.auth.id
einer anonymen Anfrage. team.admins.id ?= @request.auth.id ist damit für
jedes Team ohne Admins wahr — und ohne Admins ist jedes frisch angelegte
Team. Dasselbe gilt für jede optionale Relation: created_by, stewards,
rider.user.
Nachgewiesen an einer lokalen Instanz mit dem Schema aus diesem Repo: Ein
POST auf /api/collections/riders/records ohne jeden Token legte den
Fahrer an. Betroffen waren nach demselben Muster teams (update), riders,
trails, trail_versions, trail_flags, trail_markers, trail_comments,
event_series und event_participants.
1754501700_rules_require_login.js setzt den Vorspann vor jede betroffene
Regel. Er kann nichts erlauben, was vorher verboten war — er nimmt nur die
anonyme Anfrage heraus, die keine dieser Regeln je erfüllen sollte. Gelesen
werden die Regeln aus der Datenbank, eine Handänderung aus dem Admin-UI wird
also abgesichert und nicht überschrieben.
Nach dem Deploy einmal gegenprüfen — das muss scheitern:
curl -X POST https://api.stammtisch-hersbruck.de/api/collections/riders/records \
-H 'Content-Type: application/json' \
-d '{"team":"<TEAM_ID>","name":"Test"}'
Wer eine neue Regel schreibt, setzt den Vorspann mit. Sonst reißt dasselbe Loch an der nächsten Stelle wieder auf.
1754501300 scheitert auf einer frischen Datenbank
Bekannt und nicht behoben: Bei docker compose up --build mit leerem
pb_data legt der Snapshot 1754400000 die Collection riders bereits ohne
das Feld event an. 1754501300_event_participants.js sucht danach mit
findRecordsByFilter('riders', 'event != "") und bricht mit
unknown field "event" ab — PocketBase startet dann gar nicht.
Auf der produktiven Instanz tritt das nicht auf, dort gibt es das Feld noch. Angefasst wurde die Migration deshalb nicht; wer lokal von Null startet, braucht diese eine Zeile:
const existing = riders.fields.getByName('event')
? app.findRecordsByFilter('riders', 'event != ""', '', 0, 0)
: []
Hooks (pb_hooks/)
Serverseitiges JavaScript, das PocketBase beim Start lädt (--hooksDir). Wie
pb_migrations/ kommt das Verzeichnis per COPY ins Image — eine Änderung
wirkt also erst nach docker compose up -d --build.
Bisher liegt dort ein Anliegen: die öffentlichen Routen der Einladungslinks.
| Datei | Zweck |
|---|---|
team_invites.pb.js |
GET /api/team-invites/{token}, POST …/accept, POST …/join |
team_invites_lib.js |
Gemeinsame Helfer der drei Routen |
Warum überhaupt ein Hook? Wer über einen Link beitritt, ist noch nicht
angemeldet und muss drei Dinge auf einmal tun, die keine Collection-Regel
einzeln erlauben darf: ein Konto anlegen, sich in teams.users eintragen und
einen Fahrer anlegen. Ein Hook arbeitet an den Regeln vorbei und kann genau
diese Kombination erlauben — gegen einen gültigen Token und sonst nicht.
Zwei Fallstricke, an denen die erste Fassung scheiterte:
- Jeder Route-Handler läuft in einer eigenen JS-Laufzeit. Funktionen, die
in derselben Datei neben
routerAddstehen, sind im Handler nicht sichtbar (ReferenceError). Gemeinsamer Code gehört deshalb in ein Modul, das der Handler sich perrequire(`${__hooks}/…`)selbst holt. - Was
record.get()bei einer Mehrfach-Relation liefert, ist ein Go-Slice und kein JS-Array —indexOfund Konsorten sind darauf nicht verlässlich. Anhängen geht über den Modifierrecord.set('users+', id), Prüfen über einen Filter.
Datenpersistenz
Sämtliche Laufzeitdaten liegen in der SQLite-DB unter /pb/pb_data: Datensätze,
Uploads, die SMTP-Einstellungen und der Superuser. Ohne gemountetes Volume auf
diesem Pfad sind sie nach jedem Redeploy verloren.
Das Volume-Mapping ./pb_data:/pb/pb_data steht in der docker-compose.yaml,
damit die Persistenz-Konfiguration versioniert im Repo liegt.
Trügerisches Signal: Die Collections kommen aus der Migration und sind nach einem Redeploy auch dann da, wenn gar kein Volume existiert. Sie taugen nicht als Nachweis funktionierender Persistenz — das zeigt nur ein Datensatz, der in keiner Migration steht.
Mount prüfen:
docker inspect <container> --format '{{json .Mounts}}' | jq
Erscheint dort kein Eintrag mit "Destination": "/pb/pb_data", fehlt die Persistenz.
pb_data/ steht in .gitignore und gehört dort auch hin.
Superuser-Verhalten
entrypoint.sh ruft superuser create auf — bewusst nicht upsert.
Existiert der Account bereits, scheitert create mit „Value must be unique" und
das Passwort bleibt unangetastet. Eine im Admin-UI vorgenommene
Passwortänderung überlebt damit jeden Redeploy.
| Situation | Verhalten |
|---|---|
| Erster Start, Variablen gesetzt | Superuser wird angelegt |
| Neustart, Account existiert | „Superuser existiert bereits — Passwort bleibt unverändert" |
| Passwort im UI geändert, dann Neustart | UI-Passwort gilt weiter, Env wird ignoriert |
| Variablen nicht gesetzt | Übersprungen, PocketBase gibt Installer-Link im Log aus |
| Passwort zu kurz (< 8 Zeichen) | Container bricht mit Exitcode 1 ab |
Passwort später ändern: im Admin-UI, nicht über die Env — eine Änderung der Env-Variable hat keine Wirkung mehr, sobald der Account existiert.
PocketBase aktualisieren
Die Version ist über das Build-Arg PB_VERSION gepinnt (Dockerfile und
docker-compose.yaml). Wert hochsetzen, committen, neu bauen.
Ein latest gibt es bewusst nicht: Der GitHub-Asset heißt
pocketbase_<version>_linux_amd64.zip, enthält die Version also im Dateinamen.
Der Pin ist auch gewollt — sonst zieht jeder Rebuild unangekündigt eine neue
Version, inklusive möglicher DB-Schema-Migrationen.
Vor einem Update: Changelog prüfen
(https://github.com/pocketbase/pocketbase/releases) und pb_data sichern —
PocketBase migriert die DB beim Start automatisch, ein Downgrade ist danach
nicht mehr ohne Weiteres möglich.